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Startseite Buchs Pflege
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Buchs ist eine sehr pflegeleichte Pflanze. Er stellt keine großen Ansprüche an den Boden, nur sehr verdichteter, sehr saurer und extrem trockener Boden wird nicht vertragen. Außerdem sollte man daran denken, daß der Buchs ursprünglich eine Waldpflanze ist, d.h. er verträgt Schatten, Halbschatten, Sonne; pralle Sonne den ganzen Tag bekommt ihm dagegen nicht. Auch der Wurzeldruck von Bäumen macht ihm kaum was aus.
Buchs ist sehr winterhart; Winterschutz ist nicht erforderlich. Bei unbeschnittenen Pflanzen besteht die Gefahr von Schneebruch, dies kann man durch Abschütteln des Schnees verhindern.
Schädlingen gibt es zwar einige, aber bisher sind bei mir keine aufgetreten. Ich hoffe, daß es so bleibt.
Was sonst noch zu tun ist, d.h. vor allem bezüglich Düngen und Wässern, habe ich in den folgenden Kapiteln beschrieben.
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Beim und nach dem Pflanzen |
Beim Pflanzen der Hecken haben wir zuerst einen Graben ausgehoben, den Boden mit der Grabgabel gelockert. Darauf kam eine Mischung aus Aushuberde, Kompost und Hornspänen. Auch die Auffüllerde bestand aus dieser Mischung. Die Einzelpflanzen habe ich auch in eine solche Mischung gepflanzt.
Die weitere Pflege nach dem Pflanzen bestand nur noch aus Wässern. Die Hecke auf der linken Seite bekommt wenn die Bäume voll belaubt sind, relativ wenig Regen ab. Deshalb habe ich dort Tröpfelschläuche verlegt. Nach der Pflanzung habe ich sehr oft gewässert, dieses Jahr bei trockenem Wetter einmal pro Woche für mindestens vier Stunden. |
Weitere Pflege |
Im Frühjahr bekommen alle Buchse, egal ob Hecke oder Einzelpflanze eine Gabe Blaukorn oder anderen Langzeitdünger. Nach dem Schnitt bekommen alle Pflanzen Flüssigdünger mit der Gieskanne verabreicht.
Außer der Hecke unter den Bäume habe ich diesen Sommer keine der Buchspflanzen extra bewässert.
In meinem speziellen Fall gehört das Ausschneiden brauner Flecken, die durch das Bepinkeln der Katzen entstehen, auch zur Pflege. Das Katzenurin ist anscheinend so ätzend, daß die betroffenen Stellen absterben. Ich schneide diese dann frei und meistens treiben sie wieder neu aus. Inzwischen habe ich das Gefühl, daß der Buchs für die Katzen nicht mehr so interessant ist, es besteht also Hoffnung, daß die braunen Flecken weniger werden. Vielleicht haben auch nur meine Morddrohungen gewirkt (was ich, wenn ich ehrlich sein soll, sehr bezweifle!). |
Cylindrocladium buxicola |
heißt der Alptraum jedes Buchsliebhabers, er ist der berühmt-berüchtigte Buchsbaumpilz der seit einigen Jahren auch in Deutschland ganze Buchspopulationen innerhalb kürzester Zeit dahinrafft.
Der Pilzerreger dringt in junge Blätter und Triebe ein, verursacht braune Blattflecken, führt dann zum Blattfall und letztendlich zum Absterben der ganzen Triebe/Pflanze.
Der Unterschied zum Pilz Volutella buxi, der ein Triebsterben verursacht, aber nur mäßig aggressiv ist, besteht darin, daß die Blätter abfallen und auf den zunächst noch kahlen, grünen Triebe längliche dunkle Flecken erscheinen. Danach sterben die Triebe ab. Auch kann an den Blattunterseiten bei feuchter Witterung ein weißes Pilzmyzel gesehen werden.
Der Pilz verbreitet sich vor allem in Schlechtwetterperioden im Sommer. Betroffene Pflanzen sollten sofort entfernt und über den Hausmüll (nicht auf den Kompost oder Biomüll geben) entsorgt werden.
Sortenanfälligkeit: Buxus sempervirens 'Suffruticosa' ist hochanfällig. B. semperviren var. arborescens, der Allerweltsbuchs, sowie 'Blauer Heinz' und 'Herrenhausen' scheinen weniger anfällig zu sein.
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Vorsichtsmaßnahmen |
Um zu verhindern, daß der Pilz durch meine Hilfe Eintritt in meinen Garten findet, habe ich beschlossen, keine weiteren neuen Buchspflanzen zu kaufen bzw. nur dort Buchspflanzen zu kaufen, wo die Gefahr, daß ich mit einer neuen Pflanzen diesen Pilz in den Garten Eintritt verschaffe, nicht besteht. Buchs aus dem Gartencenter, Baumarkt oder Discounter ist schon immer vollkommen 'out'
Es scheint, daß noch kein Garten in der näheren Umgebung befallen ist.
Ganz wichtig ist, daß die Standortbedingungen gut sind. Dies heißt, ich muß dafür sorgen, daß der Boden, die Ernährung und die Wasserzufuhr stimmt.
Folgendes scheint besonders wichtig zu sein: - KEIN RINDENMULCH in der Nähe von Buchs - speichert Feuchtigkeit und liefert dem gefährlichen Pilzbefall einen Nährboden - Hohe Stickstoffgaben machen die Pflanzen anfällig - Nur im Wurzelbereich gießen - kein Wasser auf die Blätter - Kalidüngung im Sommer läßt die Triebspitzen besser aushärten und macht die Pflanzen resistenter - Windoffenen Standorte bevorzugen
Es sollte selbstverständlich sein, daß Scheren und Werkzeuge, Hände und Schuhe nach dem Kontakt / Arbeit an erkrankten Pflanzen gründlichst gereinigt/desinfiziert werden, bevor an weiteren Pflanzen gearbeitet wird.
Wenn ich mir das was ich gerade oben geschrieben habe, durch den Kopf gehen lassen - mein Buchs möchte so behandelt werden wie meine Rosen. Das macht doch Mut, denn wie diese sich durch die diversen Pilze, Bakterien, Viren über Jahrhunderte nicht haben umbringen lassen, wird dies dem Buchs mit unserer Hilfe auch nicht passieren. |
Schnitt |
Auch ein etwas heikles und unter Buchfreunden strittiges Thema. Vor allem um den Zeitpunkt und die Häufigkeit gehen die Meinungen sehr weit auseinander.
Bis zu meiner letzten Gartenreise in die Niederlande habe ich mich auch an höchsten zwei Mal Schneiden pro Jahr gehalten und habe nie vor Mitte Mai geschnitten. Nach dieser Reise hat sich dies geändert.
Die niedrigen Buchshecken und alle Kugeln und Kegel, die bereits ihre Endgröße erreicht haben, schneide ich je nach Wuchs, was natürlich von der Wetterlage abhängig ist, meistens bereits Ende April/Anfang Mai und schneide immer wieder, wenn mir die Hecke / Kugel / Kegel zu struppig erscheint. Ich höre mit dem Schneiden auch erst im Oktober auf.
Die große Buchshecke am Teich schneide ich ebenfalls öfters, abhängig vom Aussehen. Die Buchshecke unter dem Ahorn behandle ich schonender. Da dort die Standortbedingungen nicht ganz ideal sind, schneide ich nur ein Mal im Jahr. Manchmal schneide ich ganz leicht und vorsichtig Triebe, die das Gesamtbild stören nach. |
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Nach dem Schnitt, den ich nur bei bedecktem Himmel oder am liebsten bei leichtem Nieselregen durchführe, wird gedüngt und wenn der Boden trocken ist, auch durchdringend gewässert. Da ich nie in der prallen Sonne schneide, hat der Buchs auch keine braunen Schnittkanten. |
Werkezeuge |
Seit Jahren plane ich, mir ein Gestell zu bauen, das ich am Anfang und Ende einer Hecke in die Erde stecke und an dem ich dann anhand einer Metallschiene oder ähnlichem, die Schnitthöhe der Hecke einstellen kann. Ich plane immer noch.
Meistens schneide ich Kugeln und Kegel als auch die Hecken freihändig. Manchmal benutze ich Schnüre, um die Höhe festzulegen. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt nach Augenmaß zu schneiden, was mir besonders gut bei den Kugeln und Kegeln gelingt.
Scheren: Ich vermeide nach Möglichkeit lärmerzeugende Gerätschaften im Garten. Deshalb gibt es auch keine Akku-Scheren oder ähnliches. Dieses Jahr habe ich mir eine japanische Buchsschere gekauft, die zwar ziemlich teuer war, aber phantastisch schneidet. Sie ist enorm scharf, ich gehe sehr vorsichtig mit ihr um, nachdem ich mir beim Reinigen der Blätter einen Finger glatt angeschnitten habe. Zum manchmal nötigen Feinschnitt und für kleinere Kugeln nehmen ich eine Rasenkantenschere.
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