Irgendwann im Frühjahr dieses Jahres (2009) dachte ich Leo und Othello seien zu Vielfrassen mutiert. Egal, wieviel ich in die Futternäpfe füllte, kam ich in die Wohnung oder morgens in die Küche, die Näpfe waren leer.
Das Rätsel löste sich, als eines Nachmittags ein Schatten vollkommen panisch und fast an der Wand entlang die Treppen runterraste, als ich gerade hochging. Eine halbwilde kleine Katze hatte den Weg in unser Haus gefunden und war dabei sich als Kostgänger zu etablieren.
Tokolozie bedeutet "Geist" oder "Gespenst" und so nannten wir unseren Unsichtibaren.
Langsam gewöhnte sich Tokolozie an die menschlichen Bewohner des Hauses und schlich schon mal abends, wenn wir uns ganz ruhig verhielten, Richtung Küche, um beim geringsten Geräusch oder Bewegung mit einer affenartigen Geschwindigkeit zu verschwinden.
Wir überlegten uns natürlich wo Tokolozie herkommt, bzw. ob er überhaupt ein Zuhause hat. Wir haben es nicht herausgefunden und gehen davon aus, daß er kein Zuhause (mehr) hat. Es ist ein Tigerkater, noch unkastriert, und, da er sich inzwischen sehr an Haus, Garten und (menschliche) Bewohner gewöhnt hat, sehr mitteilsam. |