StartseiteRosenAlte Rosen IIRemontantrosen

Die China-, Bourbon- und Noisetterosen waren alle beteiligt als in den 1830er Jahren die Remontantrosen aufkamen. Diese wiederum waren an der Entstehung der Teehybriden in den 1880er Jahren beteiligt als sie mit Teerosen gekreuzt wurden.
Die dunkelroten und purpurnen Farben steuerten die Gallica-Rosen bei.
Die Remontantrosen werden zwar als öfterblühend bezeichnet, eigentlich blühen sie aber zweimal, zuerst im Frühsommer und dann wieder im Herbst, dazwischen gibt es immer wieder vereinzelt Blüten.

1902 waren in Frankreich ca. 1700 Sorten bekannt. Diese explosionsartige Entwicklung neuer Rosen ist auf das Wissen um die künstliche Vermehrung zurückzuführen. Im Eifer wurde leider nicht viel Wert auf Widerstand gegen Krankheiten und auf einen schönen Wuchs gelegt. Es bewahrheitete sich, was Goethe schon sagte: "Damit die Natur an einer Stelle etwas schenken kann, muß sie an anderer Stelle wieder einsparen".

Hippolyte Jamain

Diese Rose habe ich bei einem Besuch der Frühjahrs-Gartenmesse im Palmengarten Frankfurt bei Schultheis gekauft. In keinem meiner vielen Rosenbücher habe ich etwas über eine Rose dieses Namens gefunden. Deshalb die Beschreibung von Schultheis:

Blüten: purpurrosa, gefüllt, leicht duftend.
Hippolyte soll remontieren, erst dieses Jahr (2007) hat er dies getan.

Auch in Bezug auf den Wuchs verhält sich mein Hippolyte ein bisschen anders: Er wächst als Hochstamm, ohne daß ich irgendetwas dazu getan hätte. Inzwischen ist dieser Hochstamm fast 2 Meter hoch. Dieses Jahr (2007) wuchsen plötzlich Triebe aus dem Boden hoch, 'Hippolyte' hat also beschlossen ein richtiger Busch zu weden.

Es ist eine sehr schöne Rose mit wunderschönen Blüten, die zusammen mit 'William Lobb', der Clematis 'Warzawska Nike' und der fast gleichfarbigen Pfingstrose 'Break of Day' Teil meiner Purpurecke ist.

Gezüchtet von Lacharme (F) 1874.




Hipppolyte Jamain - vorne eine Blüte der Moosrose 'William Lobb'

Ferdinand Pichard

Es gibt Rosen, denen kann ich einfach nicht widerstehen, so ging es mir bei 'Ferdinand Pichard'. Sie ist eine der schönsten gestreiften (panaschierten) Remontant-Rosen und auch diejenige, die als letzte (1921) auf den Markt kam. Sie ist damit die jüngste meiner Alten Rosen.

Die Blüten sind sehr groß, sehr gefüllt und wild karminrosa, rosa und weiß marmoriert. Noch liebenswerter macht sie ihr herrlich, leicht herber Duft.
Ihre Abstammung ist unbekannt

Eingeführt von Tanne (F), 1921
Höhe/Breite: 150 x 120


Ferdinand Pichard