In meinen diversen Gartenplänen hatte ich immer einen Teich eingezeichnet, jedoch an zwei verschiedenen Stellen. Entschieden haben wir uns dann den Teich am Ende der Terrasse und des Weißen Gartens zu bauen.
Die Grundstruktur meines Gartens ist ziemlich geometrisch und formal. Das war durch das Haus vorgegeben. Denn eigentlich habe ich die Umrisse des Hauses und der Anbauten im Garten einfach wiederholt. Für mich war klar, daß auch der Teich und deshalb hatte ich einen formalen Teich geplant.
Ein ganz andere Idee hatte mein Partner. Er wollte von Anfang an einen eher naturbelassenen Teich mit Wasserfall oder Bach haben. Er hat dann auch die Trockenmauer an der westlichen Seite des heutigen Teiches gebaut und diese nicht schnurgerade, sondern in einem Schwung um den Birnbaum herum geführt.
Auf der rechten Seite, gegenüber der schwungvollen Trockenmauer verläuft der gepflasterte Hauptweg in den Garten. Zum Haus hin war die Fläche begrenzt durch die beim Einzug vorhandene Eibe, die wir nicht verpflanzen wollten. Nach Norden hin, also gegenüber der Eibe, war ein Betonstreifen als Begrenzung des Rasens eingelassen, der bleiben sollte. Es war ein großes Rechteck, das für den Teichbau zur Verfügung stand.
Wir haben uns letztendlich geeinigt, daß der Teich zwar rechteckig sein würde, aber durch Bepflanzung und "Strand" nicht so geometrisch wirken sollte. Das haben wir auch erreicht, denn wenn man den Teich heute von oben sieht, hat es den Anschein eines ganz natürlich geformten Teiches.
Bis zum Pflanzen der Eibenhecke als Verlängerung der Trockenmauer wirkten Teich und Mauer immer als Fremdkörper. Erstaunlicherweise hat diese doch recht kleine Maßnahme den Teich in das restliche Gartenbild integriert. |