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Orchideen, zumindest die, die für die Zimmerkultur am Fenster geeignet sind, sind eigentlich sehr pflegeleichte Pflanzen.

Einige Regeln sollte man dennoch beachten um sie immer wieder zum Blühen zu bringen, denn ohne Blüten sieht die Pflanze ziemlich unspektakulär aus.

Orchideen-Pflege

Bis auf die Phalaenopsen stehen alle meine Orchideen, es sind etwas über 10 den Sommer über im Garten. Die Vanda hängt am Rankgitter am Kompost bzw. am Rosenbogen am Teich.

Die Cymbidien stehen auf dem niedrigen Steintisch unter der Zeder, bekommen aber noch genügend Regenwasser ab. Bei Trockenheit gieße ich sie, selbstverständlich nur mit dem eigenen Regenwasser. Sie bekommen inzwischen regelmäßig alle zwei Wochen Dünger, ganz normalen Blütenpflanzendünger in einer nicht zu starken Konzentration.

Die restlichen Orchideen stehen auf einem dieser treppenartigen Pflanzentischen hinter der Steinwand, die den weißen Garten abstützt auf dem breiten Hauptweg in den Garten. Dort bekommen sie den halben Tag pralle Sonne, vor allem die eigentlich angeblich schädliche Mittagssonne, den Rest des Tages stehen sie im hellen Halbschatten.

Die Cattleya blüht regelmäßig im Sommer und manchmal noch einmal im Januar. Anscheinend bekommt ihr der Sommeraufenthalt im Freien mit den unregelmäßigen Regengüssen sehr gut. Meine Cattleya habe ich inzwischen vier Jahre und es ist eine sehr kräftige Pflanze geworden.

Alle Phalaenopsen, es sind inzwischen vier, alle mehr oder weniger weißblühend, stehen das ganze Jahr am nach Süden ausgerichtetem Fenster. Normalerweise sollen sie an Ost- oder Westfenstern stehen, das habe ich aufgrund der Bauweise unserer Scheune nicht, es gibt nur Süd- oder Nordfenster.

Anfangs standen die Pflanzen, angeblich vertragen sie solche direkte Sonne nicht, am Nordfenster. Sie sahen nicht so toll aus und blühten auch nicht. Also kamen sie an das Südfenster und dort blühen sie fast immer. Im Sommer, wenn die Sonne gegen die Fenster knallt, wird schattiert (innenliegende weiße Jalousien), dadurch bleibt das Haus kühl, was auch den Orchideen bekommt.

Die Phalaenopsen dünge ich sehr selten, meistens nur einmal im Monat, das aber das ganze Jahr, auch im Winter.

Umtopfen

Alle paar Jahre, vor allem dann, wenn sich die Orchideenerde zersetzt hat, pflanze ich um. Meistens im Frühsommer. Selbstverständlich nur in Orchideenerde.
Cymbidien bekommen etwas mehr die Coelogyne ganz wenig normale Erde untergemischt.

Alle Orchideen wachsen in durchsichtigen Plastiktöpfen. Keine steht in einem Übertopf, Orchideenwurzeln brauchen Licht und was nützt mir ein durchsichtiger Topf in einem Übertopf?!

Manche Orchideen, vor allem wieder die Cymbidien, sie werden ganz schön mächtig, teile ich beim Umtopfen. Nur die ganz vertrockneten Bulben entferne ich, solche die zwar schon braun, aber noch fest und glatt sind, bleiben dran.

Ich setze in feuchte Orchideenerde um, die erste Zeit nach dem Umsetzen besprühe ich die Pflanzen nur, um zu verhindern daß die Wurzeln faulen.

Schädlinge

haben ich keine an den Orchideen.

Im Sommeraufenthalt vergreifen sich ab und an kleine Nacktschnecken an den Pflanzen, aber sie sind leicht zu entfernen und im Zaum zu halten.

Vor einigen Jahren hatte ich an einigen Orchideen Schildläuse. Obwohl ich sonst eher dazu neige, mit Schädlingen großzügig umzugehen, bei Orchideen kriege ich beim kleinsten Anzeichen die Krise und dann kommt Lizetan zum Einsatz.

Damals habe ich versucht, die Läuse mit allem möglichen zu entfernen, ich habe nie alle zu Gesicht bekommen und kaum dachte ich, ich sie alle Schildläuse los, tauchten sie wieder irgendwo auf.
Es blieb mir nur noch Lizetan, was sofort geholfen hat und seitdem sind die Pflanzen schädlingsfrei.

Überwinterung

Winter ist eine harte Zeit für Zimmerorchideen, es fehlt das Licht, es fehlt die richtige Wärme und dann kommt noch die meistens zu trockene Heizungsluft dazu.

Ganz oben unter Dach in der südwärts ausgerichteten Gaube habe ich für meine Orchideen den fast perfekten Überwinterungsplatz gefunden.

Unter einem alten Eisenkorb, ca. 80 cm und 30 cm breit, steht eine Plastikschale, die immer mit Wasser gefüllt ist. Im Korb stehen meine Orchideen, Vanda und Coelogyne hängen an Haken über dem Orchideenkorb.

Da wir fast jeden Abend den Kaminofen brennen haben und die Wärme über die Galerie nach oben zieht, ist hier oben bei den Orchideen fast der wärmste Platz im Haus. Den Orchideen bekommt dieses Überwinterungsort sehr gut und sie blühen fast alle jedes Jahr.

Seit ich mein Büro im oberen Stockwerk des Gartenhauses habe, stehen einige Orchideen, vor allem Zygopetalum und Dendrobium, auf der Fensterbank der nach Westen gerichteten Fenster.
Die Orchideen stehen in einem langen, wasserdicht ausgefüttertem WEidenkorb auf Seramis, das ich immer feucht halte. Zusammen mit der Calla im großen Wassereimer scheint quch dieser Platzden Orchideen gut zu bekommen, denn alle sehen sehr gesund und kräftig aus.

Trotzdem bin ich jedes Jahr froh, wenn das Wetter so ist, daß die Orchideen raus können.