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Im Garten habe ich im Gras gelegen und habe den Duft
von tausend Blumen eingeatmet; mein Auge berauschte sich
an den leuchtenden Farben der Blüten, über die das
Sonnenlicht hinflutete, und auf die Stille in den Lüften habe
ich gehorcht, die nur bisweilen unterbrochen wurde durch
den Lockruf eines Vogels. Ich vernahm das Gären der
fruchtbaren, schwülen Erde, dieses geheimnisvolle
Geräusch des ewigschaffenden Lebens. Damals fühlte ich
dunkel die Größe und Schönheit des Lebens. Damals auch
war mir, als gehörte das Leben mir.

Georg Trakl